Geschichte

Theater-Tradition

Nachweislich gibt es seit 1896 in Götzis eine Theaterleidenschaft. Für katholische Vereine und die Marianische Jünglingskongregation war das Theaterspiel ein wesentlicher Pfeiler ihrer Vereinsarbeit. Bis zu jährlich fünf Eigenproduktionen waren in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg keine Seltenheit. Historische Ritterschauspiele, Humoresken oder auch Trauerspiele.

In den Jahren 1899 bis 1935 gab es im "Theater im Vereinshaus" eine große Tradition des Passionsspiels. Mit 150 Mitwirkenden war dieses anspruchsvolle Mysterienspiel ein Großereignis für das ganze Dorf. Um die Einkünfte des Hauses zu steigern, entschloss man sich 1929 das Haus auch als Kino zu verwenden.

In den Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkrieges gastierte im Vereinshaus u.a. Willy Forst oder auch die Löwinger-Bühne. Anfang der 50er-Jahre standen die Operetten-Produktionen bereits in voller Blüte. Für das "Weiße Rössl" wurde der damalige Student und Frauenschwarm, Michael Heltau, als Choreograf und Solitänzer engagiert.

Der heutige Burgschauspiel-Doyen erinnert sich heute gern an die Zeit seiner Anfänge im Götzner Vereinshaus. Seit den 60er Jahren wird die Theater-Tradition in Götzis vom "Spielkreis Götzis" gepflegt, einem der besten Amateur-Theatervereine des Landes. Im Keller des Hauses sorgt die Familie Wolber mit ihrem renommierten Puppentheater und den Eigenproduktionen für Aufsehen.

In den 80iger-Jahren gründeten Stefan Vögel, Maria Neuschmid, Gabi Fleisch, Jörg Adlassnigg und Roland Ellensohn die Kabarett-Gruppe "Grüß Gott in Voradelberg". Einem 100-köpfigen Publikum präsentierten sie erstmals auf der Vereinshaus-Bühne ihre Nummern und wurden über die Jahre hinaus zur erfolgreichsten Kabarettgruppe des Landes.

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